Die Frauen am leeren Grab

Der Sabbat war vorüber. Gleich als der Morgen dämmerte,  gingen die Frauen
zum Grab. […]
Da entdeckten sie, dass der Stein vom Grab weggerollt war.
Sie gingen in die Grabkammer. Doch sie konnten den Leichnam von Jesus, dem
Herrn, nicht finden.
Dann, während sie noch überlegten, was sie von alldem halten  sollten – sieh
doch: Da traten zwei Männer in leuchtenden  Gewändern zu ihnen. Die Frauen
erschraken und  hielten ihren Blick gesenkt.
Die beiden Männer sagten zu ihnen: 
 
»Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?  
Er ist nicht hier, Gott hat ihn vom Tod auferweckt.« 

(Lukas 24,1ff. Basisbibel)

Lieber Spaziergänger, liebe Spaziergängerin,

es ist trotz Corona-Krise Ostern geworden. Vieles, das für uns normalerweise zu  
Ostern dazugehört, muss ausfallen: der Besuch von Verwandten und Freunden,
der Ostergottesdienst, das gute Essen in der Wirtschaft ….  Die Osterbotschaft ist deshalb vielleicht wichtiger denn je. Sie lautet:
 
»Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?   Er ist nicht hier, Gott hat ihn vom Tod auferweckt.« 
 
Diese Worte der Hoffnung, sie schallen bis in unsere Zeit. Bis hinein in die düste
ren Nachrichten von Neuinfizierten und Corona-Toten. Bis hin zu uns an diesem
Osterfest, das so anders ist. Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Jesu Geschichte endete nicht im Grab. Gottes Liebe zu uns Menschen ist nicht tot
zu kriegen. Seine Macht ist stärker als jede Krise, sogar als der Tod.
Vor unserer Kirche blühen die Zierkirschen. Sie werden zum Sinnbild der Oster
hoffnung. Leben dort, wo vorher der Tod zu regieren schien. Hoffnung dort, wo
vorher Mutlosigkeit war. Ein Weg, der weitergeht und nicht in einem sinnlosen und leeren Tod endet. Ostern bedeutet: 
 
 
Wir haben Grund zur Hoffnung.

Eine Hoffnung, die strahlt und das Herz
wärmt, wie die Sonne in diesen Tagen.
Eine Hoffnung, die wächst und grünt wie
die Natur im Frühling.  Wie die ersten
Christen dürfen wir uns zurufen: „Der
Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig
auferstanden! Halleluja!!“